Die Feuerwehr Bachs-Neerach-Steinmaur (Banesto) hat ihren jüngsten Zuwachs mit einem zünftigen Einweihungsfest gefeiert. Ab sofort ist ein neues Atemschutzfahrzeug Teil der Flotte. Und das hat es in sich. Wäre da nicht die Aufschrift ASF (Atemschutzfahrzeug), und wäre da nicht der gelbe Blumenschmuck an der Frontscheibe des Ford Transit, das neue Feuerwehrfahrzeug würde kaum auffallen. Doch die inneren Werte des Neunsitzers überzeugen.
Mit Hightech ausgerüstet
«Das Fahrzeug umfasst sechs Atemschutzgeräte mit je sechs Litern Pressluft», erklärt der Steinmaurer Gemeinderat und Sicherheitsvorstand Andreas Schellenberg. 20 bis 30 Minuten könnten die Feuerwehrleute mit den Atemschutzmasken in Rauch oder Gasen aushalten. Daneben ist Platz für Zubehör wie Rettungsseile, Handlampen und Ersatzkleidung. Zudem ist das Gefährt mit modernstem Hightech ausgerüstet, wie der neuesten Motorenund Umwelttechnik oder dem Elektro-Stabilitätsprogramm (ESP). Es sorgt dafür, dass das Fahrzeug auch in schneller Fahrt nicht ins Schleudern gerät.
Damit ist die Feuerwehr Banesto für den Ernstfall gerüstet, der laut Kommandant Markus Elliker rund 30-mal im Jahr eintritt. Ausrücken müssen seine Leute bei Unwetterschäden, Überschwemmungen, Unfällen im Strassenverkehr oder bei Bränden.
Grillfeuer statt Grossbrand
Nach und nach strömen immer mehr der 65 Angehörigen der Feuerwehr in die Feuerwache und lassen sich auf Holzbänken nieder. Zwei feuern im Hof den Grill an und beweisen, dass die Feuerwehr nicht nur löschen, sondern auch ein ordentliches Feuer entfachen kann. Statt eines Grossbrandes gibt es aber nur Cervelats, Bratwürste und viel gute Laune.
Immerhin ist das neue Atemschutzfahrzeug der Startschuss für eine Rundumerneuerung, betont Sicherheitsvorstand Andreas Schellenberg, der selbst 20 Jahre lang Mitglied der Feuerwehr war, in einer kleinen Ansprache. «Seit sich die Feuerwehren Bachs, Neerach und Steinmaur 1995 zur Feuerwehr Banesto zusammenschlossen, wurde keines der insgesamt acht Fahrzeuge erneuert. In den kommenden zehn Jahren werden sie nun nach und nach ersetzt, bevor es Probleme gibt. Ausserdem bleiben wir so technisch auf dem neuesten und sichersten Stand.» Sagt es, und wirft einen stolzen Blick auf die rund 85?000 Franken teure Neuerwerbung.
Die wird je zur Hälfte von den Gemeinden und von der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) finanziert und kommt hoffentlich nicht so bald zum Einsatz. «Der letzte Grossbrand liegt zum Glück ein Jahr zurück», erinnert sich Kommandant Markus Elliker. Ein Bauernhaus in Ober-Steinmaur brannte aus. Gut, dass der Rauch am Einweihungsfest des neuen Atemschutzfahrzeuges nur vom Grill aufsteigt.
Informationsportal im Internet: www.banesto.ch


