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SCHLAGZEILEN VOM DONNERSTAG, 09. SEPTEMBER 2010
Dienstag, 09. Februar 2010
Volleyball Züri Unterlands Frauen sind in der 1. Liga auf Playoff-Kurs
Zweifel sind ausgeräumt
Mit dem 3:1 über Kanti Schaffhausen 2 haben sich Züri Unterlands Volleyballerinnen in der 1. Liga eine gute Ausgangslage geschaffen. Die Playoffs liegen in Reichweite. Nun heisst es locker bleiben.
Mike Gadient
 
Leonie Güttinger (Mitte) macht zusammen mit Petra Zajec (Nummer 2) und Dominique Baumann mächtig Druck. (dz)
 
Für Trainer Yves Anderegg ist die Lockerheit der Erfolgsgarant. Seine Spielerinnen dürften sich nicht wie im dritten Satz gegen Kanti Schaffhausen verkrampfen. Züri Unterland genügte in den ersten beiden Sätzen jeweils ein Zwischenspurt, um die Gegnerinnen entscheidend zu distanzieren. Im zweiten Satz gelangen den Unterländerinnen zehn starke Punkte in Folge, wobei Leonie Güttinger eine beeindruckende Aufschlagsserie bot.

Die Unterländerinnen kontrollierten die Partie. Deswegen ist es auch unerklärlich, warum im dritten Satz Eigenfehler und Abstimmungsprobleme zur Satzniederlage führten. Selbst im vierten Satz lag Schaffhausen fünf Punkte vorne. Allerdings zeigte Züri Unterland Kämpferherz und siegte in der heimischen Ruebisbachhalle schliesslich noch 3:1. «Wir verlieren das gute Gefühl zu schnell. Dabei spielen wir eine erfolgreiche Saison und sollten das Selbstvertrauen aufrechterhalten können», fordert Anderegg.

Bewusste Tiefstapelei

In der Tat spielen die Unterländerinnen erfolgreich auf und belegen momentan den 4. Tabellenplatz, der zur Playoff-Teilnahme berechtigt. Dabei wurde nach der turbulenten Saison 2008/2009 – nach diversen Abgängen musste ein komplett neues Team samt Trainerstaff zusammengestellt werden, und der Ligaerhalt gelang nur aufgrund des Rückzugs einer anderen Equipe – tief gestapelt. Der anvisierte Ligaerhalt ist unlängst bereits Tatsache geworden.

«Ich bin nicht überrascht, dass wir auf Playoffkurs sind. Aber da das Selbstvertrauen ein wichtiger Faktor ist, wollten wir die Ziele nicht zu hoch ansetzen», begründet Anderegg. Captain Mirjam Fessler sei persönlich immer überzeugt gewesen, dass um die Playoffteilnahme gespielt werde: «Zweifel waren aufgrund der vergangenen Saison vorhanden. Die sind jetzt aber weg, und die gute Stimmung im Team wirkt sich auch auf unser Spiel aus.» Als Stärke nennt Fessler den Block und das individuelle Können jeder einzelnen Spielerin. Anderegg sieht die Überlegenheit Züri Unterlands eher im Angriff. Die Frage sei nur, ob man dieses Niveau während einer Partie konstant halten könne.

Aufstieg noch kein Thema

In den beiden verbleibenden Meisterschaftsrunden spielt Züri Unterland daheim gegen Chur und am Samstag auswärts in Niederlenz. Da beide Teams aus der unteren Tabellenregion kommen, scheint die Playoffqualifikation realistisch. Mit dem Aufstieg wollen die Unterländerinnen aber noch nicht liebäugeln. «Die Aufstiegsdiskussion wird erst geführt, wenn wir die Playoffs erreicht haben. Für den Verein ist wichtig, ein starkes Damen 1 zu haben. Egal ob in der 1. Liga oder der NLB», so Anderegg.
 
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