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SCHLAGZEILEN VOM DONNERSTAG, 09. SEPTEMBER 2010
Dienstag, 16. März 2010
Volleyball Züri-Unterland-Männer beenden NLB-Abstiegsrunde nach 2:3 in Einsiedeln auf Rang 2
Erfolg, der Lust auf mehr macht
Züri Unterlands Volleyballer blicken auf eine gelungene NLB-Saison zurück. Daran ändert auch das finale 2:3 in Einsiedeln nichts. Nächstes Jahr wollen sie noch einen Schritt nach vorne schaffen.
Peter Weiss
 
Der Höhepunkt der Saison: Fabio Lunardi (von links), Tim Gelmi, Stefan Egli und Thomas Schatzmann jubeln über einen Punkt im Cup-Achtelfinal gegen Chênois. Stehen sie den Genfern eines Tages auch in der NLA gegenüber? (Daniel Zannantonio)
 
«Züri Unterland in der NLA – das wäre natürlich sehr reizvoll, und für mich wäre es der Höhepunkt hier», sagt Ernst Rüdisüli. Der Trainer und Präsident der Unterländer Volleyballer erklärt: «Unser Team ist jung, hungrig, es stimmt menschlich – das sind alles ideale Voraussetzungen.» Dazu kommt eine wohl einmalige Gelegenheit: Vor kurzem hat der Schweizerische Volleyballverband beschlossen, die höchste Liga des Landes in der Saison 2011/12 von derzeit vorgesehenen acht Teams auf zehn Mannschaften aufzustocken.

Werden es die Unterländer Volleyballer also den Unihockeyanern der Kloten-Bülach Jets, mit denen sie sich die Klotener Ruebisbachhalle teilen und die dank der Vergrösserung der Unihockey-SML den Aufstieg geschafft haben, in einem Jahr unter ganz ähnlichen Vorzeichen gleichtun? Der gleichermassen ambitionierte wie realistische Rüdisüli bleibt am Boden: «Wir müssen natürlich ersteinmal wissen, mit welchen Spielern wir überhaupt im nächsten Jahr antreten, bevor wir das Ziel festlegen, es gibt da schon noch ein paar Fragezeichen.»

Trainer und viele Spieler bleiben

Namentlich der Diagonalangreifer Fabio Berta, mit seinen wuchtigen Sprungaufschlägen und Smashes eine tragende Säule im Spiel der Unterland-Equipe, könnte das Team verlassen, wird er doch sein Master-Studium in Genf absolvieren. «Wir schauen aber, ob er vielleicht doch weiter für uns spielen kann», sagt Trainer Ernst Rüdisüli. Auch Mittelblocker Patrick Wettenschwilers Volleyball-Zukunft ist nach halbjähriger Verletzungspause und zwei Operationen unsicher. Und last but not least ist da noch Marc Bochsler. Er könnte auf Bertas Position spielen. Doch sollte der gut aussehende Thurgauer am 8. Mai zum Mister Schweiz 2010 gewählt werden, dürfte ihm kaum mehr Zeit für Volleyball bleiben ...

Fest steht dagegen, dass Mittelblocker Tim Gelmi zum Studium nach Lausanne wechseln und die Unterländer verlassen wird. Die meisten anderen Spieler dürften dagegen bleiben. Zudem ist bereits klar, dass Trainer Ernst Rüdisüli und Co-Trainer Vasi Koutsogiannakis weitermachen werden. «Und klar ist auch, dass wenn wir ein halbwegs starkes und ambitioniertes Team zusammenbringen, das Ziel nur die Aufstiegsrunde sein kann», sagt Rüdisüli. Bei der Suche nach möglichen Neuzuzügen könnten die Unterländer davon profitierien, dass sie nach dem Abstieg von Nachbar Voléro Zürich zur unumstrittenen Nummer eins im Grossraum Zürich avanciert sind.

Stets ausserhalb der Gefahrenzone

Der Optimismus von Trainer Ernst Rüdisüli, der seine Mannschaft erst vor einem Jahr in die NLB geführt hatte, gründet auf den Erfahrungen der nun vergangenen Saison. Von allem Anfang an schaffte der Neuling den Sprung aufs höhere Niveau mühelos. Trotz der vielen Ausfälle wegen Verletzungen (Patrick Wettenschwiler, Fabian Bigger, Nicolas Keller) und Auslandsaufenthalten (Manuel Kleiner) gerieten die Unterländer nie ernsthaft in Abstiegsgefahr. Und ohne die unnötigen Niederlagen gegen Schlusslicht Voléro Zürich und Andwil-Arnegg hätten sie sich sogar für die Aufstiegsrunde qualifiziert.

Zudem bewiesen die jungen Spieler mentale Stärke, als sie sich von der Enttäuschung über das unglückliche Verpassen der Aufstiegrunde bald erholten und in der Abstiegsrunde zu einer Siegesserie ansetzten, dank der sie den Ligaerhalt letztlich souverän schafften. Dass sie die letzte Partie der Saison in Einsiedeln knapp 2:3 verloren, liess sich daher gut verschmerzen. «Das war ein gutes Spiel zum Abschluss, mit deutlich mehr Spannung auf dem Feld als zuletzt», kommentiert Ernst Rüdisüli.
 
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