Amtliches Publikationsorgan für das Zürcher Unterland, Bahnhofstrasse 44, 8180 Bülach / Telefon: 044 864 15 15 / FaX: 044 864 15 50

redaktion@nbt.ch abo@nbt.ch

 
SCHLAGZEILEN VOM DONNERSTAG, 09. SEPTEMBER 2010
Dienstag, 16. März 2010
Bülach Das 17-köpfige Team der Ludothek ist innerhalb der Altstadt umgezogen
Sie spielen wie die Weltmeister
Nicht zum ersten Mal – aber zum ersten Mal seit langem –hat die Ludothek Bülach ihren Standort gewechselt. Dem Motto «Spiele lieber ausleihen statt kaufen» bleibt das Team auch in der Kopfgasse treu.
Luzia Tschirky
 
Die freiwilligen Helferinnen der Ludothek Bülach, Doris Zweidler (von links), Susi Bolli, Barbara Zweidler, Ilona Nauer und Beatrice Merkt fühlen sich in ihrem neuen Domizil pudelwohl. (lut)
 
Der neue Raum ist hell. Durch die grosse Fensterfront sieht man von der Ludothek direkt auf die Strasse und umgekehrt. Am alten Standort an der Marktgasse mussten Mitarbeiter und Besucher immer eine enge, steile Treppe überwinden. «Das war nicht immer ganz einfach, wenn man sperrige und schwere Spiele tragen musste», erinnert sich die Präsidentin der Ludothek Bülach, Beatrice Merkt.

Seit dem 1. März ist das 17-köpfige Team der Bülacher Ludothek in der Kopfgasse 5 zu Hause und fühlt sich bereits äusserst wohl dort. Während die Miete die Stadt Bülach übernimmt, verleihen die ehrenamtlichen Helfer neben Gesellschaftsspielen und Spielen für draussen neu auch elektronische Spiele – auf Neudeutsch «Games».

Games sind ein heisses Eisen

Über genau diese elektronischen Spiele wird in der Schweiz zurzeit äusserst heftig diskutiert. Einzelne Politiker wollen Games mit gewalttätigen Inhalten verbieten lassen. Ein solches Verbot würde die Ludothek Bülach allerdings nicht betreffen. Was in deren Regalen steht, ist ohne Ausnahme kinderfreundlich. «Es liegt in der Verantwortung der Eltern, ab wann sie ihren Kindern erlauben, mit elektronischen Spielen ihre Zeit zu vertreiben», meint Barbara Zweidler vom Ludothek-Team und fügt an: «Es kommt aber nur ganz selten vor, dass Eltern für ganz kleine Kinder elektronische Spiele ausleihen.»

Die meisten Mitglieder des Teams sind über die eigenen Kinder zur Arbeit in der Ludothek gekommen. «Kinder werden sehr schnell zu alt für ihre Spiele», erklärt Vizepräsidentin Ilona Nauer. Ein Spiel werde nach ein paar Wochen meistens langweilig – «dann hat man etwas gekauft, was nur in der Ecke steht», ergänzt sie.

Seit 23 Jahren das gleiche Motto

Das erklärt auch das Motto der Ludothek «Spili usleihe – statt selber chaufe». Seit der Gründung des Vereins 1987 werden unter diesem Vorsatz Spiele verliehen. Damals gab es noch nicht viele Ludotheken in der Schweiz, und auch heute ist das Wort noch lange nicht allen Schweizern geläufig.

Trotzdem sind die Eidgenossen Ludothek-Weltmeister, gibt es doch in keinem anderen Land der Welt so viele Ludotheken. Jene in Bülach ist seit der Gründung stetig ein wenig gewachsen. Im Jahr 2008 haben die 15 Frauen und zwei Männer des Teams über 1300 Spiele ausgeliehen – Grund genug für sie, noch lange weiterzumachen.
 
 WEITERE NEWS
Triathlon  Die Unterländer Triathleten Nicola Spirig und Sven Riederer sind bereit für das Saisonfinale
Unterland Wildparkierer sorgen bei Bauern und Landbesitzern für Unmut
Bülach Hanspeter Handle blickt auf 20 Jahre Polizeialltag zurück – und die Verbrecher sind nicht klüger geworden
Glattfelden Das Gottfried-Keller-Zentrum rückt lokale Kunst ins Rampenlicht
Bülach Unter dem Titel «Unten oben» lockt eine Kunstschau tief in den Boden der Altstadt
Jungunternehmer Patrick Tobler aus Bassersdorf bringt Senioren auf Handykurs
ZEITUNGSARCHIV
2008
01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12
2007
01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12
2006
01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12
 
zürcher unterland medien ag / fragen an: peter gut / webmaster