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| ARCHIV /STORY VOM MITTWOCH, 19. DEZEMBER 2007 |
| Mittwoch, 19. Dezember 2007 |
| Regensdorf Das Schaffen des Kirchenmusikers
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| Advent, Advent, der Kantor rennt
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| Thomas Rink ist Kirchenmusiker mit Leib und Seele. Während der Adventszeit ist der Kantor jeweils sehr gefordert.
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| Ellen Jäggi |
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| Der Kirchenmusiker Thomas Rink geniesst eine seiner wenigen Pausen in der Vorweihnachtszeit. (ej) |
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«Gute Musik ist spannend», sagt Thomas Rink. Mit seiner Arbeit als Kantor möchte er Begeisterung wecken. Wenn ihm das gelingt, ist er zufrieden und motiviert, seine Ziele zu erreichen. Seine Arbeitgeberin ist die Reformierte Kirchgemeinde Regensdorf, die ihn in einem Zweidrittelpensum als Kantor und Organist angestellt hat. Zu seinen Aufgaben gehören die musikalische Umrahmung der Gottesdienste, die Leitung des Chors und die Förderung des Gemeindegesangs. Letzteres schliesst die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein.
Feiertage als strengste Zeit
Advent und Weihnachten stellen besondere Anforderungen an den Musiker. «In dieser Zeit gibt es allerlei Anlässen, die mit viel Extraarbeit verbunden ist.» Es finden Adventsandachten und Chorproben statt, Religionsschüler üben für einen Gottesdienst, und Proben mit der Kantorei für den Weihnachtsgottesdienst stehen an. Zudem gibt es eine Sonntagsschulweihnacht und vieles mehr. «Wenn die Feiertage kommen und andere Leute ihre freien Tage geniessen, arbeite ich erst recht.»
Rink hat Freude an seiner Arbeit und schaut dabei nicht ständig auf die Uhr. «Natürlich bringt die Weihnachtszeit eine erhöhte Präsenz mit sich, aber wenn ich ein Ziel anstrebe und ein Projekt gut zu Ende bringen will, ist die Stundenzahl, die ich dafür aufwende, zweitrangig. Gute Musik braucht Zeit, und die investiere ich gerne.» Ferien liegen während dieser Zeit keine drin. «Anfang Jahr, wenn ich mein Orgelkonzert am ersten Januar gespielt habe, mache ich eine Woche Urlaub. Die Herbstferien sind jeweils die letzte Chance, vor der Weihnachtszeit frei zu nehmen.»
Gute Musik als Ziel
Rink leitet auch die Kantorei in Niederurnen, seinem Wohnort. Ausserdem setzt er sich als Mitglied des Zentralvorstandes des Schweizerischen Kirchengesangsbundes für die Anliegen der Kirchenmusik auf eidgenössischer Ebene ein. Im Weiteren ist er Delegierter der Europäischen Konferenz für Evangelische Kirchenmusik und als solcher in vielen Ländern unterwegs.
«Mein oberstes Ziel ist immer gute Musik. Ich habe die Aufführung im Auge. Der Weg dahin ist das gemeinsame musikalische Schaffen, die Freude am Musizieren.» Mit grossen Projekten, wie dem Mozartrequiem, das vor kurzem aufgeführt wurde, möchte Rink die Leute sensibilisieren. «Ich wage mich an opulente Werke, weil sie für mich wie Leuchttürme in der musikalischen Landschaft stehen und attraktive Werke Menschen nicht nur heute, sondern auch in Zukunft ansprechen sollen.»
Es sind hauptsächlich Amateure, die Rink zum Singen und Spielen animieren will. «Ich will die Strahlkraft beim Musizieren fördern.» Dabei seien nicht die Details wichtig. Die Energie vermöge Kleinigkeiten zu überstrahlen. So entstehe gute Musik, die ans Herz geht.
Innere Ruhe bewahren
Rink bedauert, dass die Hektik in der Vorweihnachtszeit kaum Platz für inneren Rückzug und Besinnung liesse. «Advent heisst warten. Ich versuche, die vielen Termine mit der nötigen inneren Ruhe anzugehen. Auch muss Zeit für meine Familie bleiben.» Während der Festzeit sind die Leute empfänglich für die Botschaft in Form der Kirchenmusik. Rink nutzt diese Gelegenheit, um den Menschen mit Gesang und Instrumentenspiel Freude zu bereiten.
Mini-Serie. «ZU»/«NBT» berichten in den kommenden Tagen über Menschen mit Berufen, bei denen es während der Weihnachtszeit besonders hektisch zu und her geht.
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