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ARCHIV /STORY VOM SAMSTAG, 04. NOVEMBER 2006
Samstag, 04. November 2006
Eglisau Räbeliechtli-Umzug der Kindergärten und Unterstufe erstmals in Seglingen
Wie Hunderte von Glühwürmchen
Der Räbeliechtli-Umzug in Eglisau wurde von Laternen, Trommlern und Blechbläsern begleitet und erstmals gemeinsam in Seglingen durchgeführt. Das Elternforum half den Lehrpersonen tatkräftig.
Margrith Waiblinger-Rodel
 
Die Eglisauer Kinder am Umzug mit ihren selbst geschnitzten Räbeliechtli (wai)
 
Just zur rechten Zeit ist es kälter geworden und einen Tag später hätte es sogar noch leicht geschneit. Eingepackt in dicke Jacken, Mützen und Handschuhe formierten sich am vergangenen Donnerstagabend gegen 200 Kindergarten- und Primarschulkinder der 1. bis 3. Klassen auf dem Pausenplatz im Schulhaus Steinboden. Der beinahe volle Mond schaute hinter dem Wald dem bunten Treiben zu.

Bald bewegte sich der Zug zu den Klängen der Trommeln vorwärts über das grosse Feld, den ersten Häusern in Seglingen entgegen. Angeführt wurde er von den Laternen mit den Sujets Sonne, Mond, Sterne und Räbenlicht, die von Mitgliedern des Elternforums in vielen Stunden liebevoll hergestellt worden waren.

«Wunderschön», sagten die Eltern

Es sah aus, als würden sich Hunderte von Glühwürmchen in der Nacht bewegen. «Wunderschön», sagten die Eltern zueinander. Sie beobachteten den Umzug von weitem und waren sich einig, dass sich der Aufwand lohne, auch wenn es für einige bestimmt auch Stress bedeutet hat.

Die Kinder und ihre Begleitpersonen bewegten sich weiter durch das Quartier Roggenfar, den Kaiserhof und über die Rhihaldenstrasse zurück zum Schulhaus. Manch ein Fenster öffnete sich entlang der Route, und Menschen schauten dem Lichterzug lächelnd zu. Von verschiedenen Orten hörte man immer wieder die Blechbläser, welche die bekannten Räbeliechtli-Lieder spielten und damit Gross und Klein erfreuten.

Auf dem Pausenplatz sangen die Kinder unter anderen Liedern «Es chrüselet äs Lüftli», das neu im Repertoire war. Anschliessend assen sie ihre Brötchen, wärmten die Hände am heissen Punsch, bevor sie mit ihren Eltern den Heimweg antraten.

«Wir sind mit dem Umzug rundum zufrieden», sagte Werner Stühlinger, Schulleiter der Primarschule Städtli, am Freitagvormittag. Die Städtlikulisse sei zwar malerischer, doch die übersichtliche und grosszügigere Landschaft in Seglingen lade geradezu dazu ein, dort einen Räbeliechtli-Umzug durchzuführen. Auch die Verkehrsregelung sei um einiges einfacher und habe hervorragend geklappt.
 
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