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ARCHIV /STORY VOM SAMSTAG, 03. MAI 2008
Samstag, 03. Mai 2008
Regensdorf: Festival mit Musik aus der Barockzeit
Von Schütz bis Bach
Kantor Thomas Rink organisierte zusammen mit dem Musikkollegium Regensdorf und der Reformierten Kirche ein Singwochenende.
Edith K. Spörri
 
Der Kantor: Thomas Rink. (eks)
 
«Von Schütz bis Bach stellt ein Versuch dar, Theorie und Praxis, professionelles und Laienmusizieren zu verbinden», erklärt Thomas Rink, musikalischer Leiter des «kleinen Festivals» und Leiter der Kantorei Regensdorf. Vor vier Jahren hätte er schon einen ähnlichen Vorläufer organisiert und vor zwei Jahren wiederholt. Nun hofft er, dass diese mehrtägigen Singwochenenden zur Tradition werden.
«Wir sind zufrieden, dass viele singfreudige Teilnehmer schon zum drit-ten Mal dabei sind», sagt Corina Cavegn, Mitorganisatorin und Sängerin des Abendkonzertes. «Die Leute kommen von Deutschland, aus der ganzen Schweiz, und ein Musiker ist sogar von Moskau hergeflogen und möchte als stiller Zuhörer dabei sein.»

Musik aus der Barockzeit

Igor Iwachin ist pensionierter Musiker, Dirigent und Komponist und sagt von sich: «Ich bin ein Bach-Fanatiker und deshalb in die Schweiz gekommen. Ich habe Kompositionen für Chor und Kammermusik gemacht und unter meinem zweiten Familiennamen Jarkin publiziert.» Er hat seine Noten dabei und zeigt das im April fertiggestellte Werk in der Runde. Das Durchschnittsalter des Chores ist eher hoch, doch singen auch zwei Mädchen von 10 und 14 Jahren mit. «Ich liebe die Projektarbeit, die zeitlich beschränkt ist. Zudem bin ich gerne musikalisch gefordert», sagt Berti Rüdt, eine Sängerin aus Urdorf. Der zeitliche Rahmen des Gesanges stamme aus dem 17. bis 18. Jahrhundert und passe damit ideal zur reformierten Kirche, die 1705 gebaut worden sei, erklärt Rink. «Wir haben uns auf diese Epoche festgelegt, weil Werke aus der Romantik für uns grössenmässig nicht möglich sind. Für Barockmusik ein Ensemble zu suchen, ist einfacher.»
Mit zwei unterschiedlichen Konzerten am Samstagabend und Sonntagvormittag wird der Bevölkerung diese musikalische Epoche näher gebracht. Heinrich Schütz gilt als der bedeutendste deutsche Komponist des Frühbarocks. Er komponierte die erste deutsche Oper und das erste moderne deutsche Oratorium.

Vorführungen: Samstag, 3. Mai, 20.30 Uhr im ref. Kirchgemeindehaus und am Sonntag, 4. Mai, 10 Uhr Festgottesdienst mit Chor und Instrumentalisten ref. Kirche.
 
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